Aufarbeitung

Unsere Verantwortung – Aufarbeitung der Geschichte des Kinder- und Jugendhauses St. Elisabeth

Liebe Besucher*innen,

Uns ist es wichtig, unserer Verantwortung offen und ehrlich nachzukommen.

Wir, die heutigen Verantwortlichen des St. Elisabeths, setzen uns mit den belastenden Ereignissen in der Geschichte des ehemaligen Kinderheims auseinander. Uns ist bewusst, dass es in der Vergangenheit zu schwerem Unrecht gekommen ist. Diese Geschichte gehört zu unserer Verantwortung – und sie verpflichtet uns, heute sichere Orte für Kinder und Jugendliche zu schaffen.

Viele Betroffene haben in den vergangenen Jahren den Mut gefunden, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Für dieses Vertrauen sind wir dankbar. Wir möchten alle Menschen, die betroffen sind oder Informationen teilen möchten, ausdrücklich ermutigen, Kontakt mit uns aufzunehmen.

Wir übernehmen Verantwortung

Nach unserem heutigen Kenntnisstand kam es im Kinder- und Jugendhaus St. Elisabeth über einen längeren Zeitraum zu Grenzverletzungen und zu sexualisierter Gewalt.

Als heutige Verantwortliche übernehmen wir Verantwortung für die Geschichte unserer Einrichtung.

Wir bedauern zutiefst, dass Kinder und Jugendliche im St. Elisabeth körperliche, seelische und sexualisierte Gewalt erfahren mussten. Uns ist bewusst, dass viele Betroffene bis heute unter den Folgen leiden.

Ebenso gehört zur Verantwortung, kritisch auf unseren bisherigen Umgang mit der Aufarbeitung zu blicken. Wir müssen einräumen, dass dieser Prozess zunächst nicht konsequent und nicht mit der notwendigen Geschwindigkeit vorangetrieben wurde.

Für das erlittene Leid sowie für die Versäumnisse bei der Aufarbeitung bitten wir die Betroffenen ausdrücklich um Entschuldigung.

Unser Anspruch heute

Aus den Fehlern der Vergangenheit ziehen wir Konsequenzen. Unser Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen heute ein sicheres Umfeld zu bieten, in dem ihre Rechte geschützt werden und sie Unterstützung erfahren.

Zur Verantwortung gehört für uns auch, Betroffenen zuzuhören, ihre Erfahrungen ernst zu nehmen und sie auf ihrem weiteren Weg zu begleiten.

Unser Angebot

Wenn Sie mit uns sprechen möchten, stehen wir Ihnen mit verschiedenen Unterstützungsangeboten zur Verfügung:

  • Persönliche Gespräche, in denen wir Ihnen zuhören.
  • Individuelle Beratung und Begleitung durch interne und externe Ansprechpartner*innen.
  • Einsicht in die noch vorhandenen Unterlagen unserer Einrichtung. Leider sind nur wenige Akten erhalten geblieben.
  • Unterstützung bei Fragen sowie bei möglichen weiteren Schritten.
Warum veröffentlicht das Kinder- und Jugendhaus St. Elisabeth diese Informationen?

Wir möchten offen und transparent über die Geschichte unserer Einrichtung informieren. In der Vergangenheit kam es dort zu schwerem Fehlverhalten und zu sexualisierter Gewalt. Als heutige Verantwortliche stellen wir uns dieser Geschichte und übernehmen Verantwortung.

Was ist im Kinder- und Jugendhaus St. Elisabeth geschehen?

Nach unserem heutigen Kenntnisstand kam es in der Vergangenheit zu schweren Grenzverletzungen und sexualisierter Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen. Zudem wurden Hinweise auf Missbrauch damals nicht angemessen verfolgt. Der Schutz der betroffenen Kinder und Jugendlichen wurde nicht ausreichend gewährleistet.

Wie steht das Kinder- und Jugendhaus St. Elisabeth heute zu den damaligen Ereignissen?

Wir erkennen das erlittene Leid ausdrücklich an. Als heutige Verantwortliche übernehmen wir Verantwortung für die Geschichte unserer Einrichtung und entschuldigen uns bei allen Betroffenen für das erfahrene Leid sowie für Versäumnisse in der Aufarbeitung.

An wen wendet sich unser Angebot?

Unser Angebot richtet sich an:

  • Betroffene sexualisierter Gewalt,
  • ehemalige Bewohner*innen des Kinder- und Jugendhaus St. Elisabeths,
  • Angehörige und nahestehende Personen,
  • ehemalige Mitarbeitende sowie
  • Menschen, die Informationen oder Fragen zur Geschichte der Einrichtung haben.
Welche Unterstützung bietet das Kinder- und Jugendhaus St. Elisabeth an?

Wir bieten unter anderem:

  • persönliche Gespräche,
  • ein offenes und vertrauliches Zuhören,
  • individuelle Beratung und Begleitung,
  • Einsicht in vorhandene Unterlagen, soweit diese erhalten geblieben sind,
  • Unterstützung bei weiteren Schritten und der Vermittlung passender Ansprechpartner*innen.
Kann ich mich auch anonym melden?

Ja. Sie können selbst entscheiden, ob Sie ein persönliches Gespräch führen oder eine anonyme Meldung machen möchten. Ihre Anliegen werden vertraulich behandelt.

Gibt es noch Unterlagen aus der Zeit des Kinderheims?

Es sind leider nur wenige Akten erhalten geblieben. Wir ermöglichen Betroffenen dennoch Einsicht in vorhandenen Unterlagen und unterstützen bei der Recherche weiterer Informationen, soweit dies möglich ist.

An wen kann ich mich wenden?

Sie können sich über die auf dieser Website genannten Kontaktmöglichkeiten an unsere Ansprechpartner*innen wenden. Diese hören Ihnen zu, nehmen Ihr Anliegen ernst und begleiten Sie auf Wunsch bei weiteren Schritten.

Muss ich Beweise oder Unterlagen mitbringen?

Nein.

Kann ich mich melden, auch wenn ich mir bezüglich der Ereignisse unsicher bin?

Ja, selbstverständlich.